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Kingdoms of Amalur: Reckoning (Xbox 360 & PS3) Test – Geheimtipp oder Flop des Jahrhunderts? Wir klären auf!
Review Score:

In seltenen Fällen passiert es, dass wirklich gute Spiele leider viel zu wenig Aufmerksamkeit von der allgemeinen Käuferschaft erhalten und somit im tragischen Sumpf der Belanglosigkeit versinken. In einer Welt, in der Blockbuster-Serien wie die Mass Effect-Reihe oder die Elder Scrolls-Saga das Geld aller Videospielfanatiker wie ein schwarzes Loch aufsaugen, ist es schwer mit bisher unbekannten Namen auf dem Markt Fuß zu fassen.

Dennoch versucht es das Entwicklerstudio von Big Huge Games in Zusammenarbeit mit Electronic Arts und veröffentlichte mit „Kingdoms of Amalur: Reckoning“ einen möglichen Anwärter auf den Action-Rollenspiel-Thron. Seit dem 9. Februar steht der Titel nun bereits in den Läden und ob man sich mit Genre-Riesen wie dem erst kürzlich erschienen Skyrim messen kann, klären wir nun in unserem Test!

 

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Dunkle Gruften, furchteinflößende Kreaturen und eine gewaltige, frei begehbare Welt – Das ist „Kingdoms of Amalur“!

 

Vor ein paar Wochen haben wir uns schon einmal mit der Demo zum Spiel auseinandergesetzt und waren durchaus zufrieden mit dem gebotenen Erlebnis. Damals hatte ich zu der Xbox 360-Version gegriffen, welcher ich mich auch dieses Mal bediente. Um euch nun noch einmal kurz auf den aktuellen Stand der Dinge zu hieven, lasse ich erst erneut die Geschehnisse in der Demo für einen kurzen Moment Revue passieren.

 

Seelenquell, Wiedergeburt, Schicksalslos?

Zuerst taucht ihr folgendermaßen in die Geschichte von Amalur ein: Nachdem ihr euch einen glorreich aussehenden Krieger oder Zauberer erstellt habt, beginnt ihr eure Reise als lebloser Körper auf einem Haufen voller Leichen. Doch irgendwie stinkt neben den ganzen Toten noch eine weitere Sache gewaltig zum Himmel. Komischerweise seid ihr nämlich nicht wirklich tot und erwacht schon nach kurzer Zeit, zu neuem Leben.

Eure Reanimation ist scheinbar ein Ergebnis des Seelenquells und ihr habt dabei offenbar als Versuchskaninchen fungiert. Nicht unbedingt ein Armutszeugnis wenn man bedenkt, dass wir wieder putzmunter durch die Gegend tollen dürfen. Blöd nur, dass der Turm/Höhlenkomplex in dem wir uns befinden, dem Einsturz nahe ist und wir deshalb schnellstens aus dieser misslichen Lage entkommen müssen. Heldenhaft wir nunmal sind, gelingt uns die Flucht natürlich mit Leichtigkeit, weshalb wir uns schon bald in der sagenumwobenen Welt von Amalur wiederfinden. „Wunderschön“ dachte ich mir, als ich zum ersten Mal in die dichten Wälder starrte, während tosende Bäche durch das sanfte Plätschern ebenso beruhigend wirkten, wie das Vogelzwitschern der zahlreichen Piepmatze, die fröhlich ihre Runden von einer Baumkrone zur Nächsten drehten.

 

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Ein Highlight von KoA ist definitiv die farbenfrohe Umgebungsgrafik, was sich an dem gezeigten Bild unschwer erkennen lässt. Da haben die Entwickler von Big Huge ganze Arbeit geleistet!

 

Eins steht außerdem fest: Die Umgebungen werden im weiteren Verlauf keineswegs trister oder gar langweilig. Das Spiel schafft es zudem trotz seiner enormen Fabvielfalt, eine absolut unheilvolle Atmosphäre zu vermitteln, welche einen zu keiner Zeit in Sicherheit wiegt. Insgesamt ist die Spielwelt extrem groß ausgefallen und muss sich aus diesem Grund kaum hinter einem fünften Teil der Elder Scrolls-Reihe verstecken. Es gibt tatsächlich Unmengen an gut designten Dungeouns und Geheimnissen, welche gefunden werden möchten, weshalb wahre Entdecker ein weiteres Mal ihren Trieb befriedigen dürfen. Was beim Betreten einer Höhle oder eines Ladens etwas stört sind die ständigen Ladezeiten, wobei man diese durch eine Festplatteninstallation etwas verkürzen kann.

Sehr gut gefallen hat mir auch das praktische Kartensystem, mit dem ihr jederzeit den Überblick über euren aktuellen Standort behaltet. Dahinter reiht sich das geniale Inventar nahtlos ein. Selten war es in einem Rollenspiel so simpel, über seine Ausrüstung zu verfügen und diese anzulegen. Ihr braucht euch dabei nicht vorerst durch wirre Zahlenkombinationen durch zu kämpfen, sondern euch wird durch eine einfache Zahl demonstiert, wie robust eure derzeitige Rüstung ist, während eine grüne Zahl verdeutlicht, dass ihr in eurem Inventar eine stärkere Panzerung bei euch tragt und diese besser anlegen solltet! Somit könntet ihr beispielsweise selbst im betrunkenen Zustand ohne größere Anstrengung des Köpfchens, stets gewappnet sein für die feindlichen Einheiten. Naja, nicht ganz, denn ein gewisses Reaktionsvermögen wird euch schon abverlangt, was besonders in den actiongeladenen Kämpfen klar wird. Hier wird taktisches Vorgehen verlangt, denn mit stumpfem Button-Mashing kommt man nicht sonderlich weit.

 

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Die Kämpfe erinnern etwas an Genre-Kollegen „Fable“ und sind wirklich sehr fordernd! Hier braucht es Timing und den richtigen Einsatz eurer Zauber und Fähigkeiten, damit ihr solche Giganten auf die Bretter schicken könnt.

 

Auf eurer Reise durch das vom Krieg zerrüttete Amalur werdet ihr auf unzählige, wirklich abgerehte Gegnertypen treffen, welche allesamt ihre eigenen Schwachstellen besitzen. Diese gilt es natürlich sorgfältig zu studieren und auszunutzen. Um als Überlebender aus einem Kampf siegreich hervor zu gehen, könnt ihr eure Waffen beliebig kombinieren, weshalb ihr neben kräftigen Schwerthieben, auch blitzschnell Pfeile mit eurem Bogen abfeuern könnt – Sehr praktisch.

Etwas unkomfortabel hingegen fand ich die teils störrische Kameraführung, wodurch man unglücklicherweise immer wieder nachjustieren muss. Da kann manchmal sogar leider nicht einmal die eingängige Bedienung während des Kampfes helfen, was wir generell etwas schade finden.

 

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Epische Fights sind keine Seltenheit in der offenen Welt von „Kingdoms of Amalur“! Diese trollartigen Wesen sind teilweise sehr schwer zu erlegen, weswegen wir unsere volle Konzentration und die richtige Waffenauswahl benötigen.

 

So jetzt ist aber auch schon fast genug gemeckert, denn außer der Tatsache, dass uns die Stummheit des Hauptcharakters ein bisschen gestört hat, können wir dem Spiel nahezu nichts vorhalten. Die Quests sind abwechslungsreich, spaßig und in keiner Weise nervend.

Das Dialogsystem wurde stückweise von EA-Kollege „Mass Effect“ übernommen und gibt euch dadurch immer mal wieder etwas Handlungsfreiheit, innerhalb der Gespräche. Auch die Soundkulisse geht gewiss in Ordnung, wobei man sagen muss, dass selbige ein wenig untergeht und eher im Hintergrund daherdudelt.

Angetan hat es mir auch die Haupthandlung, die den aussichtslosen Kampf zwischen den bösartigen Tuatha-Soldaten und den Menschen erzählt. Letztere scheinen die Hoffnung auf Rettung schon längst aufgegeben zu haben und man spürt förmlich, dass sie sich schon größtenteils mit ihrem Schicksal abgefunden haben. Selbstverständlich besteht unsere Aufgabe nun, den Armen und Schwachen neuen Mut zu geben und sie in die Schlacht gegen die blutrünstigen Feinde zu führen.

 

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Dieses schneckenartige Monstrum versucht eine der letzten Zufluchtsort der Menschheit einzureißen, was ihr natürlich zu verhindern versucht. Die Schlachten sind gewaltig inszeniert und erinnern ein bisschen an die Herr der Ringe-Trilogie.

 

Kommen wir also mal so langsam zu einem Punkt. Bevor wir allerdings zu einem Schlussfazit ansetzen, haben wir an dieser Stelle wieder einmal einen netten Launch-Trailer rausgekramt, der noch einmal in bewegten Bildern die hübsche Spielwelt veranschaulicht. Jetzt also erst mal viel Vergnügen mit dem Video!

 

 

 

marci Kingdoms of Amalur: Reckoning (Xbox 360 & PS3) Test – Geheimtipp oder Flop des Jahrhunderts? Wir klären auf!Mein persönliches Fazit

„Kingdoms of Amalur: Reckoning“ ist tatsächlich der Geheimtip geworden, für den man es gehalten haben könnte. Die offene Welt überzeugt durch ihre Glaubwürdigkeit und sieht richtig klasse aus. Auch die Actioneinlagen sind für ein Rollenspiel überraschend spannend ausgefallen, während sie durch nette Features wie den Abrechnungs-Modus aufzutrumphen wissen. Man muss also zugeben, dass sich KoA was Umfang und Spielspaß angeht, in keiner Weise hinter einem Genre-Koloss wie „The Elder Scrolls 5: Skyrim“ verstecken muss. Im Gegenteil: Der Titel bietet sogar eine knackige Abwechslung zum kalten, düsteren Bethesda-RPG.

 

 

 

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