Was Sportspiele angeht ist EA Sports wohl einer der bekanntesten und erfolgreichsten Spieleentwickler auf dem gesamten Globus. Seit vielen, vielen Jahren überzeugt das Team von Electronic Arts seine Fans durch geniale Sportserien wie die allseits beliebte Fifa-Reihe oder die NHL-Spiele.
Zum ersten Mal auf HD-Konsolen ist die Fortsetzung zur Tennis-Simulation „Grand Slam Tennis“ am 9. Februar 2012 erschienen und da haben wir uns natürlich nicht lumpen lassen, einen umfassenden Test zum Game abzuliefern. Also sperrt die Lauscher auf und erlebt, wie wir das virtuelle Tunier unseres Lebens spielten.

Zunächst einmal fällt sofort auf, dass der Titel mit ganz für EA typischen Lizenzen daherkommt. Viele populäre Profis wie Roger Federer (im Bild zu sehen) leihen für das Spiel ihre Gesichter und stehen ihren realen Vorbildern daher in nichts nach.
Acardige Simulation
So wäre Grand Slam Tennis 2 wohl treffend auf den ersten Blick zu beschreiben. Wenn ihr euch sofort in ein Spiel stürzt, ohne vorher großartig die Steuerung in Betracht zu ziehen, dürftet ihr dennoch keine schwerwiegenden Probleme mit der Bedienung eures Spielers haben.
Hier merkt man schon zu Beginn die große Stärke des Spiels: Solltet ihr nicht so wie ich, vorerst am Training und den wirklich idiotischen Aufgaben verzweifelt sein, bemerkt ihr, dass die Schlaggenauigkeit meist peinlich genau von euch bestimmt werden kann und nahezu jeder Schlag dort landet, wo ihr es euch erwünscht hattet. Dazu benutzt man simplerweise den rechten Stick, während Bewegungen des Spielers durch den Linken getätigt werden. Manchmal passieren allerdings unschöne Fehler im Spiel, wie z.B. dass der Akteur etwas unbeholfen durch die Gegend rennt, ohne dass man eine Chance hat, auf das Spielgeschehen einzugreifen. Etwas nervig, aber was soll’s?
Beim Starten eines Matches kristallisiert sich dann auch sogleich die dicke Lizenz heraus, weswegen ihr neben heutigen Tennis-Größen wie Roger Federer oder Nadal, auch frühere Legenden wie z.B. unseren geliebten Besenkammer Boris oder John McEnroe, kontrollieren dürft.

„Den kenn ich doch?“ – Die Charakterdesigns sehen tatsächlich sehr klasse aus und man benötigt keinen zweiten Blick, um die Stars zu erkennen.
Es gibt sogar einen Kreations-Modus mit dem ihr ganz einfach euren eigenen Profi erstellen dürft. Das Ganze geht sehr locker von der Hand und so habt ihr schon nach ca einer viertel Stunde, einen authentischen Spieler zusammen gebastelt mit dem ihr auch sogleich in die Karriere starten dürft. Selbige erstreckt sich übrigens über einen Zeitraum von zehn Spieljahren. Besonders anfangs ist diese jedoch viel zu leicht und stellt wenig, bis gar keine Herausforderung dar.
Bereits nach der ersten Stunde sollte der Pott des Australian-Open euch gehören und auch die French-Open dürfte nach einer weiteren Stunde siegreich abgeschlossen sein. Wer also eine knallharte Nuss erwartet, der wird hier etwas ernüchtert sein. Einsteiger und Leute, die sich selten mit Tennis-Game’s auseinander gesetzt haben, dürften den niedrigen Schwierigkeitsgrad aber doch eher begrüßen. Zudem habt ihr in „Grand Slam Tennis 2“ die Möglichkeit einen Grand Slam zu erzielen, sprich alle vier gängigen Turniere inklusive Wimbledon erfolgreich zu bestreiten, um euch so an die Spitze der Weltrangliste zu kämpfen!

Die Ballwechsel sind besonders mit menschlichen Gegenspielern mega fesselnd und machen Laune. Aus diesem Grund werden Sportfanatiker, die sich gerne Abends mit ihren Kollegen die Bälle um die Ohren pfeifen, einen riesen Spaß mit dem Titel haben.
Der eigentliche Ablauf auf dem Platz ist hingegen total spaßig und weiss speziell im Doppel mit bis zu vier Mitspielern, zu begeistern. Auch ich habe mir viele spannende Matches mit meinen Freunden geliefert, wobei das Game an einen actiongeladenen Reaktionstest erinnerte. Die Spaßrakete war also offiziell gezündet und es ist nur ratsam, das Spiel mit seinen Kollegen auszutesten, da es so wirklich am besten zur Geltung kommt!
Zur Optik kann man lediglich sagen, dass sie sauber ist und manchmal sogar etwas zu plastisch wirkt. Ansonsten ist sie allerdings durchaus zeitgemäß und gönnt sich keine größeren Schnitzer. Allgemein könnte man „Grand Slam Tennis 2“ als absolut sauberes Tennis-Acarde-Game mit dem gewissen Hang zum Realismus beschreiben.

Nicht selten werdet ihr euch verrenken müssen, um noch an solche Bälle heran zu kommen! Achja, eine Playstation-Move Steuerung gibts oben drauf noch dazu, wobei ich die Xbox 360-Version des Spiels testen durfte.
Kommen wir also allmählich zu einem Schlussfazit. Doch bevor wir jetzt mit unserer Meinung zum Spiel geradezu heraus platzen, möchten wir euch vorerst noch einmal ein paar Gameplay-Momente in Form eines aktuellen Launch-Trailers zeigen, viel Vergnügen dabei!
Mein persönliches Fazit:
Ich hatte definitiv meinen Spaß mit EA’s neustem Tennis-Spiel! Die Wechsel der Bälle sind dermaßen packend und intensiv in Szene gesetzt, sodass man ab der ersten Sekunde an, völlig mitfiebert. Lizenzen und Designs der Spieler sind genial und machen das Erlebnis um einiges authentischer. Im Mehrspieler ist der Titel nahezu ein absolutes Brett und garantiert Spaß für viele Stunden. Der Karriere-Modus ist zwar etwas zu leicht ausgefallen, ist aber dafür relativ langwierig und zweifellos angemessen. Wer also einen netten Sporttitel für spannende Abende sucht, welcher zudem noch leicht kinderleicht erlernbar ist, der ist mit „Grand Slam Tennis 2“ mehr als gut beraten! Ich klinke mich nun aus und schlage noch ein paar Asse!
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